Bepflanzung

In unserer Welt hat die Natur mehr und mehr das Nachsehen. In der Schweiz wird immer mehr Land für uns Menschen in Anspruch genommen, verbaut, oder für die Wirtschaft genutzt.

In Wohn- und Siedlungsgebieten, wie auch rund um Fabriken besteht aber die Möglichkeit, der Natur wieder etwas zurückzugeben und für die Flora und Fauna neue und wichtige Lebensräume zu schaffen. Den Anfang können wir mit der Pflanzung von einheimischen Stauden, Sträuchern und Bäumen machen. Von diesen Pflanzen profitiert wiederum die gesamte Tierwelt. Vögel ernähren sich im Winter hauptsächlich von den Samen und Früchten der einheimischen Pflanzen. Ausserdem werden sie im Sommer von den Insekten, die sich meist vom Blattgrün (vorzugsweise einheimischer Arten) ernähren, angelockt und verfügen in einem naturnah angelegten Garten über eine reiche Palette an Leckerbissen.

Unter anderem gehören zu diesen vielen Insektenarten Schmetterlinge. Meist sehen wir die prächtigen Exemplare, wie beispielsweise den Schwalbenschwanz, erst in seinem letzten Stadium. Bevor sich dieses grazile Insekt verpuppt und in einen Schmetterling verwandelt, lebt es mehrere Wochen als Raupe an verschiedenen einheimischen Sträuchern und Stauden. Jede Schmetterlingsart hat sich auf einheimische Pflanzenarten spezialisiert und ist auf diese angewiesen.

Wir versuchen unsere Gärten so lebendig und vielfältig wie möglich zu gestalten. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Wildstauden, deren Samen wir meist am Jurasüdfuss sammeln. Gerne beraten wir Sie, wie Sie die Pflanzen an standortgerechten Stellen pflanzen, oder nehmen die Bepflanzung gleich selbst vor.

Ein schöner Aspekt einer Wildstaudenbepflanzung besteht darin, dass die Pflanzen jedes Jahr wieder kommen. Teilweise ziehen sie sich ein bisschen zurück und dabei versamen sich andere Arten, die ihren Platz einnehmen. So entsteht ein ständiges Spiel von Dominanz und Rückzug, wobei wir auch in der Pflege etwas nachhelfen dürfen und schwächeren Pflanzen wieder etwas mehr Raum geben.